Projektstand: Straßenbau Schilddorf
Der grundhafte Ausbau der Stendaler Chaussee im Bereich Schilddorf - ab der Zufahrt Tankstelle bis zur Einfahrt Krebsweg – „ist unabdingbar“, machte Matthias Köberle in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung am 9. Juni 2026 deutlich. Und auch: „Der Fokus liegt dabei auf einem neuen Bauverfahren. Das vorhandene Straßenbaumaterial wird aufgenommen, direkt vor Ort mit Zement und Zuschlagsstoffen neu gemischt und als neuer Straßenkörper wieder eingebaut“, so der Bauamtsleiter. „Das spart Ressourcen, Zeit und Geld – und zwar zwei Drittel der Bauzeit und etwa 250.000 Euro – wenn das Verfahren wie an einer Kreisstraße bei Arneburg anwendbar ist.“ Das erste Baugrundguthaben habe eine zu hohe Belastung von Schadstoffen pro Kilogramm festgestellt; das allerdings anhand von Proben der gesamten Stendaler Chaussee. „Wir lassen aktuell noch einmal nur den konkret betroffenen Abschnitt prüfen und hoffen dann auf einen positiven Bescheid seitens des Landkreises Stendal“, so Köberle, der davon ausgeht, dass bei positiver Prüfung die Erneuerung des Straßenabschnittes noch in diesem Jahr möglich ist.
Zwei Szenarien für den zeitlichen Bauablauf
Seit Anfang des Jahres markieren Baken besonders schadhafte Stellen auf der wichtigen Verkehrsader Richtung B189 und signalisieren: langsam fahren und gegenseitig Rücksicht nehmen bis die Arbeiten erledigt sind. Zwei Szenarien skizzierte Architekt Guido Cierpinski im Bauausschuss.
a. Genehmigung des Recycling-Verfahrens: Baubeginn Oktober/November 2026
b. Klassisches Straßenbauverfahren: Ausschreibung im Herbst 2026 mit Baubeginn Frühjahr 2027
Die gesamte Baumaßnahme läuft unter Vollsperrung; in enger Koordination mit den Firmen und Anwohnern. Die Straßenbaumaßnahme wird mit 595.000 Euro aus dem Infrastruktur-Sondervermögen bezahlt. Die Restfinanzierung in Höhe von 106.000 Euro erfolgt über den Mehrbelastungsausgleich. Einen Beschluss dazu fasste der Stadtrat in seiner Sitzung vom 16. Dezember 2026.
Der Allee-Charakter wird nach Abschluss der grundhaften Straßenausbaumaßnahme über Ersatzpflanzungen in mindestens doppelter Höhe der gefällten Bäume wiederhergestellt. Der Grüne Bereich des Bauamts plant derzeit mit der Pflanzung von 60 neuen Bäumen entlang der Straße.